Gedenkstätten - Rund um den Russee

Rund um den Russee
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Gedenkstätten

Historie

Auch Schattenseiten gehören zur Geschichte Kiels. Auf dem Gelände der jetzigen Sportanlagen, wurde unter den Nationalsozialisten im Mai 1944 das „Arbeitserziehungslager Nordmark“ gebaut. Über 2000 Menschen waren hier eingesperrt und mehr als 500 Personen wurden ermordet. Heute erinnern einige Denkmale und der Gedenkort am Russee an die Opfer.
Diese Stelle wurde 1985 von der Stadt Kiel aufgestellt und inzwischen wissen wir, dass nicht 2000 sondern 5000 Menschen dort inhaftiert waren. In seiner Veröffentlichung der Dissertation über „ Die Geschichte des Arbeitserziehungslagers Nordmark“ Kiel-Russee 1944-1945 gibt der Historiker Detlef Korte im Jahre 1991 noch die Anzahl Häftlinge mit 4000 an, später schreibt er von 5000 Menschen ( siehe auch dessen Aufsatz (1993 erschienen) in der neuaufgelegten Dokumentation). Die aktuelle Forschung geht von 4000-5000 Häftlingen und mindestens 578 Ermordeten aus (siehe Informationstafel I)
Fotos Herbert Schramm
Hintergrundinfos: Eckhard Colmorgen

Arbeitserziehungslager "Nordmark"

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Vom Fund eines Gedenksteinüberrestes zum Gedenkort am Kieler Russee

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Zum Gedenkort

Hinweisschild auf die Gedenkstätte

Stein mit Hinweis auf das Arbeitserziehungslager Nordmark zwischen der Rendsburger Landstraße und dem Firmengelände der Firma Matthies unter der mächtigen Eiche

Stele mit Bronzetafel (Lagerübersicht) an der Rendsburger Landstraße


Kriegs-Gedenkstätte auf dem Friedhof Russee


Links 1. Weltkrieg



rechts 2. Weltkrieg


Gedenkstein vor dem Feuerwehrhaus Rendsburger Landstraße

Zu diesem Gedenkstein gibt das Buch "Russee eine Dorfchronik" von Johann Kühl folgende Auskunft: "Von der Bildung der in Kiel am 24. März 1848 enstandenen provisorischen Regierung und den dann folgenden kriegerischen Ereignissen war natürlich auch das Denken der Russeer Bevölkerung, ihr Hoffen und ihr Bangen, ganz erfüllt. Aber das wirtschaftliche Leben im Dorfe wurde von diesen Ereignissen kaum berührt. Alle Kampfhandlungen spielten sich auf dem schleswigschen Boden ab. Nur drei Russeer nahmen am Kriege teil, es waren: Der Weber Detlef Friedrich Eggers, der Kätner Claus Hinrich Ströh." Die Inschrift lautet:

Up ewig ungedeelt – 1848 24. März- Den Veteranen J.Ströh – G.Sinn- F. Eggers- gewidmet 1908

 
 
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